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Telekom: Verlieren Sie den Anschluss nicht!

 13.12.2012, 10:13  
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Die Telekom sollte ihren allseits unbeliebten Leitspruch vielleicht in “Erlebnisse, die behindern” abändern. Dieses Motto würde eindeutig besser zu den Ereignissen der letzten Wochen, Monaten bzw. sogar Jahren passen. Ich kenne kaum einen Kunden, der nicht in irgendeiner Weise von der Telekom angesäuert ist. Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, erinnert sich sicherlich noch sehr gut an meinen Artikel Telekom – Erlebnisse, die verbinden? Wieso schreibe ich wieder über den T-Punkt? Lest selbst!

Nach dem Umzug, bis jetzt 6 Wochen offline?!

Das Beantragen einer Anschlussfreischaltung nach einem Umzug kann sich bei der Telekom als äußerst schwieriges Unterfangen erweisen. Das musste meine Freundin auch erfahren. Ging sie anfangs noch davon aus, das Internet und Telefon schnell wieder verfügbar wären, wurde ihr ein Strich durch die Rechnung gemacht. Eine Aufschaltung ist bis zum heutigen Tag nicht geschehen. Genaue Gründe teilt die Telekom aber nicht mit. Nein! Sie gaben lediglich an, dass Internet temporär nicht machbar sei und noch kein Verfügbarkeitstermin feststehe. Genauer gehts nicht?

Speedport
Speedport (Quelle: svensonsan, Liz. CC BY-NC-SA 2.0)

Bei der Kundenhotline der Deutschen Telekom haben wir mehrfach angerufen. So ziemlich jedes Mal wurde uns eine andere Aussage aufgetischt. Von “das System sagt Nein”, bis hin zu “keine Verfügbarkeit” war ausnahmslos alles dabei. Lösungsansatz? Nada! Ein Mitarbeiter war sogar so dreist und legte einfach auf, als ich einen kompetenten Ansprechpartner haben wollte. Nur genau ein einziger Kundenbetreuer hat sich nach dem gefühlten tausendsten Anruf dann wirklich um das Thema gekümmert.

Zwischenergebnis: Internet ist über Kabel gar nicht möglich, da alle Leitungen belegt sind. Nur LTE wäre verfügbar. Also den Vertrag einfach auf Funk umstellen, das ging dank besagtem Bearbeiter auch fix. Ein Termin für die Freischaltung steht auch schon, obs dabei bleibt wird sich zeigen.

In welchem Jahrhundert lebt die Telekom?

Diese Frage muss ich mir wirklich stellen. Wir leben im Zeitalter des Internets und wie kann es sein, das ein Kunde über 6 Wochen von der Welt abgeschnitten ist? Das Web stellt eines der wichtigsten Informationsmedien des 21. Jahrhunderts dar. Daher ist es mir auch unverständlich, wieso die Telekom sich nicht richtig kümmert und den Kunden informiert. Alle anderen Anbieter tun sehr viel mehr für ihre Kunden. Aber natürlich nicht bei der Telekom, dabei hätten die es gerade nötig!

Daher dachte ich mir — frag doch mal direkt via Twitter bei Telekom_hilft an. Wie würden sie es finden, wenn das Internet für mindestens 4 Wochen nicht nutzbar wäre. Darauf kam recht schnell eine Antwort:

@reraiseace Nicht gut. :( Bitte schildern Sie uns die Rahmenbedingungen einmal genauer. Wir werden gerne für Sie aktiv. ^nd

Telekom hilft (@Telekom_hilft) Dezember 9, 2012

Vollständiges Gespräch auf Twitter nachlesen

Schwierigkeiten gibt es viele, so berichtete Caschy vor knapp 2 Wochen von "YouTube Problemen". Telekomkunden warten wesentlich länger beim Laden eines Videos. Einen ähnlichen Vorfall las ich auch auf Golem.de. Hierbei ging es um Latenzprobleme bei Online-Games, wie WoT, während der Abendstunden. Doch das folgende Problem schlägt dem Fass endgültig den Boden aus: Seit 6 Monaten versucht Dominik Schwarz seinen Anschluss zu kündigen!

Monopolstellung halten, durch Behinderung

Das die Telekom immer noch ein Monopolist ist, dürfte eigentlich jedem klar sein. Doch dieses “Ansehen” bröckelt über die Jahre immer mehr und folglich werden die Mitbewerber am Netzausbau zusätzlich behindern. Gerade in ländlichen Regionen ist die Internetverfügbarkeit absolut katastrophal. Danke, Ank..ne Telekom! An Kabelverzweiger kommen Konkurrenten eher schwer, bis kaum heran. Das geplante Vectoring-Verfahren könnte unter Umständen auch ein Alleingang der Telekom werden, doch nun zeigt man sich gegenüber Mitstreitern kompromissbereit.

Kupferkabel
Kupferkabel (Quelle: 1Village Initiative, Liz. CC BY-SA 2.0)

Kann aus den altbackenen Kupferdrähten noch so viel rausgeholt werden? Das deutsche Telefonnetz ist immerhin auch schon recht alt und stark frequentiert. Daher sind Geschwindigkeitserhöhungen immer eine Glückssache. Ein Umstieg auf Glasfaser wäre mitunter sehr kostenintensiv und extrem langwierig.

Da werden sie geholfen? Manchmal!

Wegen all diesen “Problemchen” macht sich die Telekom nicht gerade beliebt. Der Kundensupport per Telefon lässt auch sehr zu wünschen übrig. Nur selten trifft man dort auf kompetente Kundenberater. Die Unterstützung des Telekom Teams via Twitter ist noch recht brauchbar. Dort sitzen wenigstens nette Menschen. In 99% aller Fälle muss man den Mitarbeitern schon wirklich auf den Nerv fallen oder ganz viel Glück haben, damit sich endlich mal etwas bewegt.

Es ist einfacher einen guten Film zu finden, als von der Telekom Hilfe zu erwarten.


TV-Spielfilm – Stunt

In diesem Sinne — Sie lieben Telekom? Wir nicht!

Seid ihr Telekomkunde und habt ähnliche Fälle erlebt? Dann schildert mir doch euer Problem in den Kommentaren.

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Hallo, mein Name ist Markus. Seit 2011 betreibe ich den GFX-Stylez.blog und schreibe regelmäßig über Themen aus den Bereichen IT, Web, Android und Sicherheit.

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